Besser Kaminholz kaufen als selbst erzeugen?

Ein altes, deutsches Sprichwort sagt: „An großen Öfen ist gut sich wärmen, sie bedürfen aber viel Holzes.“ Unter Verbrauchern kursiert die Aussage, dass es preislich günstiger wäre, Kaminholz kaufen, sondern selbst zu schlagen und aufzubereiten. Doch dahinter verbirgt sich ein Aufwand, den sich nicht jeder leisten kann.

Selbst aufbereitetes Holz ist auch nicht umsonst

Bevor Sie überhaupt loslegen können, sollten Sie sich informieren in welchem Wald in der Nähe Sie Holz schlagen dürfen. In urbanen Räumen und Ballungsgebieten könnte sich das vergleichsweise als schwierig herausstellen. Haben Sie dann eine Genehmigung, sollten Sie sich im Klaren sein, dass auch das Holz aus dem Wald nicht kostenfrei ist – pro Raummeter zahlen Sie hier ein Drittel bis die Hälfte weniger als im Fachhandel. Das klingt auf Dauer zunächst günstiger, doch Sie sollten bedenken, dass Sie anfänglich in Ihre Ausrüstung investieren müssen. Sie benötigen einen Sägeschein und ein entsprechendes Gerät, außerdem Schutzkleidung. Davon abgesehen sollten Sie körperliche Fitness mitbringen und aus Sicherheitsgründen immer eine weitere Person zum Sägen bei sich haben.

Nun muss das Holz natürlich zu Ihnen nach Hause transportiert werden. Sie müssen sich also ein entsprechend großes Auto mit Anhänger beschaffen, egal ob sie es kaufen, mieten oder borgen. Ihr Heim sollte auch entsprechend Platz bieten, um das Holz zu trocknen und witterungsbeständig zu lagern. Der Zeitaufwand des Holzschlagens ist auch nicht zu unterschätzen, meist muss die ganze Familie mit eingebunden werden. Und dann wird es ärgerlich, wenn Sie sich verschätzen und das Kaminholz nicht bis zum Winter reicht.

Überlegen Sie sich also gut, ob sich der Aufwand für Sie lohnt. Immerhin sind Sie Nutzer eines Kamins, keiner ganzen Heizanlage. Und nichts ersetzt Ihnen die qualitative Beratung im Holzfachhandel Ihres Vertrauens – es sei denn Sie sind Förster.


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